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  Literatur und Kunst..... 19.01.2020 06:06 (UTC)
   
 

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Neuerscheinung:

NUT-NUNianer

MARSianer (SHU MER)

TERRAner

Von der Erstbesiedelung des Sonnensystems bis zum Homo Sapiens Sapiens


            
 

Weltraumarchaeologische Erkenntnisse zu unseren Vorfahren im Sonnensystem

Rainer Kaltenböck-Karow

Veröffentlichung (Hardcover)

ISBN: 978-3-750271-32-6

Erscheinungsdatum: 12.01.2020

ISBN 978-3-750271-32-6

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Emanuel Geibel – Zeitlose Einsichten, literarisch verpackt.....
 
05. 01. 2020
 
Das Negerweib

 
Wo am großen Strom die Sicheln durch das hohe Rohrfeld flirren,
Und im Laub des Zuckerahorns farb′ge Papageyen schwirren,
Sitzt das Negerweib, den Nacken bunt geziert mit Glaskorallen,
Und dem Knäblein auf dem Schooße läßt ein Schlummerlied sie schallen:
 
Schlaf, o schlaf mein schwarzer Knabe, du zum Jammer mir geboren,
Eh′ zu leben du beginnest, ist dein Leben schon verloren.
Schlaf, o schlaf, verhüllt in Dunkel ruhn dir noch der Zukunft Schrecken;
Nur zu früh aus deinen Träumen wird der Grimm des Herrn dich wecken.
 
Was die Menschen Freude heißen, wirst du nimmermehr empfinden,
Dort nur fühlt sich′s, wo des Nigers Wellen durch die Flur sich winden.
Nie den Tiger wirst du fällen mit dem Wurf der scharfen Lanzen,
Nie den Reigen deiner Väter zu dem Schlag der Pauke tanzen.
 
Nein, dein Tag wird sein von Thränen, deine Nacht wird sein voll Klagen.
Wie das Thier des Feldes wirst du stumm das Joch der Weißen tragen,
Wirst das Holz den Weißen fällen und das Rohr den Weißen schneiden,
Die von unserm Marke prassen und in unserm Schweiß sich kleiden.
 
Kluge Männer sind die Weißen; sie durchfahren kühn die Meere,
Blitzesglut und Schall des Donners schläft in ihrem Jagdgewehre;
Ihre Mühlen, dampfgetrieben, regen sich mit tausend Armen,
Aber ach, bei ihrer Klugheit wohnt in Herzen kein Erbarmen.
 
Oftmals hört′ ich auch die Stolzen sich mit ihrer Freiheit brüsten,
Wie sie kühn vom Mutterlande losgerissen diese Küsten,
Aber über jenen Edeln, der mit Muth das Wort gesprochen,
Daß die Schwarzen Menschen wären, haben sie den Stab gebrochen.
 
Süß erklinget ihre Predigt, wie ein Gott für sie gestorben,
Und durch solches Liebesopfer aller Welt das Heil erworben;
Doch wie soll das Wort ich glauben, wohnt es nicht in ihren Seelen?
Ist denn das der Sinn der Liebe, daß sie uns zu Tode quälen?
 
O du großer Geist, was thaten meines armen Stamms Genossen,
Daß du über uns die Schalen deines Zornes ausgegossen!
Sprich, wann wirst du mild dein Auge aus den Wolken zu uns wenden?
Sprich, o sprich, wann wird der Jammer deiner schwarzen Kinder enden?
 
Ach, das mag geschehen, wenn der Missisippi rückwärts fließet,
Wenn an hoher Baumwollstaube dunkelblau die Blüte sprießet,
Wenn der Alligator friedlich schlummert bei den Büffelheerden,
Wenn die weißen freien Pflanzer, wenn die Christen Menschen werden.
 
Emanuel Geibel
(* 17.10.1815, † 06.04.1884)
 
Daran kranket die Zeit

 
Daran kranket die Zeit, daß sie stets mit kleinlichen Mitteln
Spielt und versucht und dabei Großes zu schaffen vermeint.
Niemand wagt den geradesten Weg; man fügt sich dem Weltlauf,
Da sich der Weltlauf doch stets dem Gewaltigen fügt.
Freilich beschränkterer Sinn bebt scheu vor stürmischer Meerfahrt,
Weil er im Wetter sich nicht kräftig zu steuern getraut;
Aber dem Genius schenkte der Gott zur Schwester die Kühnheit,
Und durch Klippen und Sturm führt er zum Hafen das Schiff.
Nicht in den Abgrund späht er mit Angst; er erhebt zu den Sternen
Mutig das Haupt. Noch nie haben die Sterne getäuscht.
 
Emanuel Geibel
(* 17.10.1815, † 06.04.1884)
 
 
Ins Unendliche strebt

 
Ins Unendliche strebt sich die Bildung der Zeit zu erweitern,
Aber dem breiteren Strom droht die Verflachung bereits.
 
Fülle die Jugend mit würdigem Stoff und in froher Begeistrung
Lehre sie glühn! Die Kritik kommt mit den Jahren von selbst.
 
Immer behalte getreu vor Augen das Höchste, doch heute
Strebe nach dem, was heut du zu erreichen vermagst.
 
Nicht wer Staatstheorien doziert, ein Politiker ist nur,
Wer im gegebenen Fall richtig das Mögliche schafft.
 
Stets zu Schwärmen gesellt sich das Volk der geschwätzigen Stare,
Einsam sucht sich der Aar über den Wolken die Bahn.
 
Bester, du hast ein Gewissen für das, was sittlich und wahr ist,
Warum fehlt es dir, ach, nur für das Schöne so ganz?
 
Nicht bloß, wer im Gemüt abstreifte den Zügel der Sitte,
Wer sich des Häßlichen nicht schämt, er ist auch ein Barbar.
 
Eile mit Weile! Den Kahn erst lerne zu steuern im Hafen,
Eh′ zur Entdeckungsfahrt mächtige Segel du spannst.
 
Stolz und schweigend enthüllt sein Werk uns der Meister; im eitlen
Selbstlob birgt ein Gefühl heimlicher Schwäche sich nur.
 
Tiefer erscheint trübströmende Flut, durchsichtige flacher,
Aber das Senkblei lehrt oft, daß dich beides getäuscht.
 
Ist denn die Blume nur da zum Zergliedern? Weh dem Geschlechte,
Das, anstatt sich zu freun, jegliche Freude zerdenkt!
 
Torheit bleibt′s, im Gesang um den Preis der Geschichte zu ringen,
Doch der poetische Stoff kann ein historischer sein.
 
Freilich für ein Gedicht ist Schönheit immer das Höchste,
Nur nicht jeglicher Zeit Höchstes ein schönes Gedicht.
 
Ward dir Großes versagt, so übe die Kunst an bescheidnen
Stoffen und strebe mit Ernst, Meister im Kleinen zu sein.
 
In dem kastalischen Born, dem begeisternden, sprudelt ein Tropfen
Lethe; jeglichen Schmerz dämpft er, so lange du singst.
 
Emanuel Geibel
(* 17.10.1815, † 06.04.1884)
 
 

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TRAGÖDIE DER DEUTSCHEN VÖLKER - Zeit - Drama  (unschuldig schuldig) TEIL II - R. Kaltenböck-KarowTeil II und I


 

Zeitenwende - Tragödie der Deutschen Völker....

 
Rainer Kaltenböck-Karow
Veröffentlichung (Softcover)
ISBN: 978-3-748584-71-1
Erscheinungsdatum: 26.08.2019


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Birgit Kugler
  1. 08. 2019

Sommer...